Möbel HÖFFNER Neueröffnung in Bremen: Neues Einrichtungshaus am Weserpark eröffnet
Nach einer außergewöhnlich langen Planungsphase hat Möbel HÖFFNER in Bremen seinen neuen Standort eröffnet. Seit dem 17. September 2026 empfängt das Einrichtungshaus seine Kundinnen und Kunden an der Julius-Faucher-Straße 2 in Bremen-Osterholz, direkt gegenüber dem Weserpark.
Mit einer Verkaufsfläche von rund 33.000 Quadratmetern auf vier Etagen ist der Neubau das derzeit größte Möbelhaus innerhalb der Stadt Bremen. Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am neuen Standort beschäftigt. Nach Unternehmensangaben wurden knapp 70 Millionen Euro in das Projekt investiert.
Neues HÖFFNER-Möbelhaus mit rund 33.000 Quadratmetern
Das neue Einrichtungshaus ist als klassischer Großflächen-Vollsortimenter konzipiert. Auf vier Ebenen bietet HÖFFNER Möbel, Küchen und Wohnaccessoires für unterschiedliche Einrichtungsbereiche und Preisklassen.
Zu den Schwerpunkten gehören unter anderem:
- rund 33.000 Quadratmeter Verkaufsfläche
- mehr als 160 Ausstellungsküchen
- eine Express-Abteilung mit direkt verfügbaren Artikeln
- Möbel und Wohnaccessoires für zahlreiche Wohnbereiche
- rund 200 Beschäftigte am Standort Bremen
Ein vergleichsweise großer Teil der Fläche entfällt auf den Küchenbereich. Gleichzeitig setzt HÖFFNER verstärkt auf kurzfristig verfügbare Ware. Nach Angaben des Unternehmens kann ein großer Teil der angebotenen Modelle beziehungsweise Warenbestände innerhalb weniger Tage geliefert werden.
Damit verbindet HÖFFNER das klassische Möbelhaus-Konzept mit einer stärkeren Ausrichtung auf schnelle Verfügbarkeit und kürzere Lieferzeiten.
Größtes Möbelhaus in Bremen
Innerhalb der Stadt übernimmt HÖFFNER mit der Neueröffnung die Position als größtes Möbelhaus Bremens. Die ebenfalls am Weserpark ansässige Opti-Wohnwelt verfügt über rund 27.000 Quadratmeter Verkaufsfläche.
Im Bremer Umland gibt es allerdings weiterhin größere Standorte. Der XXXLutz bei Dodenhof in Posthausen kommt beispielsweise auf rund 40.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Weitere große Einrichtungshäuser in der Region sind Zurbrüggen in Delmenhorst, IKEA in Brinkum und Meyerhoff in Osterholz-Scharmbeck.
Mit rund 33.000 Quadratmetern gehört der neue HÖFFNER damit dennoch zu den größten Einrichtungshäusern der gesamten Region.
Mehr als 20 Jahre vom Grundstückskauf bis zur Eröffnung
Die Geschichte des neuen Möbelhauses reicht weit zurück. Bereits 2005 sicherte sich die HÖFFNER-Muttergesellschaft Krieger das Grundstück am Weserpark. Auf dem Gelände befanden sich zuvor Fernsehstudios von Radio Bremen.
Bis zum tatsächlichen Baustart vergingen allerdings fast zwei Jahrzehnte.
Ein wesentlicher Grund dafür waren Auseinandersetzungen um die geplante Ansiedlung. Unter anderem hatte sich die benachbarte Stadt Achim gegen das Projekt gewehrt, weil dort negative Auswirkungen auf den eigenen Einzelhandel befürchtet wurden. Der Streit beschäftigte schließlich auch das Bundesverwaltungsgericht.
2010 wurde dieser Rechtsstreit endgültig entschieden. Dennoch begann der Bau nicht unmittelbar danach.
Mehrfach geänderte Planungen verzögerten das Projekt
In den folgenden Jahren änderte HÖFFNER seine Planungen für den Standort mehrfach. Dadurch wurden neue Bauanträge und weitere Genehmigungen notwendig.
Zwischenzeitlich waren deutlich größere Dimensionen vorgesehen. In frühen Planungen war von bis zu 45.000 Quadratmetern Verkaufsfläche die Rede. Zusätzlich sollte ursprünglich ein rund 8.000 Quadratmeter großer Sconto-Möbeldiscounter auf dem Gelände entstehen.
Diese Pläne wurden später verworfen.
Auch verschiedene angekündigte Eröffnungstermine konnten nicht eingehalten werden. Unter anderem standen zeitweise die Jahre 2020 und 2022 als mögliche Termine im Raum. Erst 2025 begann schließlich der Bau des heutigen Einrichtungshauses.
HÖFFNER setzt künftig auf etwas kleinere Großflächen
Der Bremer Neubau zeigt zugleich, wie HÖFFNER sein Filialkonzept weiterentwickeln möchte. Während große Häuser des Unternehmens früher häufig rund 40.000 Quadratmeter Verkaufsfläche hatten, sollen zukünftige Standorte kompakter ausfallen.
Die Größenordnung von gut 30.000 Quadratmetern soll nach Aussagen von Unternehmensinhaber Kurt Krieger künftig stärker als Orientierung dienen.
Auch bestehende Standorte sollen teilweise verkleinert werden. Mehrere HÖFFNER-Häuser mit bislang rund 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen auf gut 30.000 Quadratmeter reduziert werden.
HÖFFNER verabschiedet sich damit nicht vom Konzept großer stationärer Möbelhäuser, passt deren Dimensionen jedoch stärker an die veränderte Nachfrage im Möbelhandel an.
Möbelbranche steht weiterhin unter Druck
Die Neueröffnung erfolgt in einer wirtschaftlich anspruchsvollen Phase für die Möbelbranche. Sowohl Möbelindustrie als auch Möbelhandel mussten in den vergangenen Jahren Umsatzrückgänge hinnehmen.
Nach Angaben des Verbands der Deutschen Möbelindustrie sank der Umsatz der deutschen Möbelindustrie von rund 18,8 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf etwa 15,8 Milliarden Euro im Jahr 2025. Auch 2026 setzte sich die schwache Entwicklung zunächst fort.
Der deutsche Möbelhandel verzeichnete ebenfalls einen rückläufigen Markt. Das Marktvolumen lag 2025 nach Berechnungen des IFH Köln bei rund 23,9 Milliarden Euro.
HÖFFNER hält dennoch am stationären Geschäft fest. Das Unternehmen sieht große Einrichtungshäuser weiterhin als wichtigen Bestandteil seines Geschäftsmodells. Onlineangebote sollen dabei insbesondere als digitales Schaufenster dienen, während Beratung, Produkterlebnis und Verkauf weiterhin stark über die Filialen erfolgen.
Standort am Weserpark bietet großes Einzugsgebiet
Für den neuen Standort spricht aus Sicht des Unternehmens vor allem die Lage. Der Weserpark zählt bereits zu den etablierten Einzelhandelsstandorten Bremens und sorgt entsprechend für eine hohe Kundenfrequenz.
Hinzu kommt die gute Verkehrsanbindung über A1 und A27. Dadurch richtet sich das neue Möbelhaus nicht ausschließlich an Kundinnen und Kunden aus Bremen, sondern auch an Besucher aus dem weiteren Umland.
HÖFFNER sieht für den Standort deshalb ein großes Einzugsgebiet im norddeutschen Raum.
Neue Sortimentsstrategie bei HÖFFNER
Parallel zur Eröffnung in Bremen verändert das Unternehmen auch seine Sortimentsstruktur. Nach dem Ausscheiden aus dem Einkaufsverband Begros organisiert HÖFFNER seinen Einkauf stärker eigenständig.
Auch die Zahl der Eigenmarken soll deutlich reduziert werden. Statt bislang 22 Marken soll sich das Unternehmen künftig auf sieben Eigenmarken konzentrieren.
Mit der neuen Linie „HÖFFNER Selection“ sollen Produkte zudem stärker als eigenständige Kollektionen präsentiert werden. Bei der Vermarktung setzt HÖFFNER zunehmend auf Social Media und Influencer-Marketing.
Auch Trends aus sozialen Netzwerken sollen schneller auf der Verkaufsfläche aufgegriffen werden. Produkte werden dafür stärker in vollständigen Wohnsituationen präsentiert, um Kundinnen und Kunden eine bessere Orientierung bei der Einrichtung zu ermöglichen.
HÖFFNER plant weitere Expansion
Trotz der angespannten Marktlage hält die Krieger-Gruppe an ihrer Expansion fest. Der Bremer Standort ist das 29. HÖFFNER-Einrichtungshaus.
Langfristig sieht das Unternehmen in Deutschland Potenzial für rund 40 Häuser dieser Größenordnung. Einen Schwerpunkt bildet dabei vor allem der Norden und Osten Deutschlands.
Gleichzeitig überprüft HÖFFNER bestehende Standorte und Strukturen. Einzelne Häuser wurden geschlossen oder auf die Marke HÖFFNER umgestellt, um Parallelstrukturen und zusätzliche Werbekosten zu reduzieren.
Generationswechsel innerhalb der Krieger-Gruppe
Neben der Expansion befindet sich das Familienunternehmen derzeit auch mitten im Generationswechsel.
Kurt Krieger hat Teile der Verantwortung bereits an seinen Sohn Konrad Krieger übertragen, der unter anderem den Immobilienbereich der Gruppe führt und zunehmend Aufgaben im Möbelgeschäft übernimmt.
Die Familie möchte das Unternehmen weiterhin als Familienbetrieb führen. Ein Verkauf der Unternehmensgruppe ist nach Aussagen von Kurt Krieger derzeit nicht vorgesehen.
Zur Krieger-Gruppe gehören neben HÖFFNER unter anderem Möbel Kraft, Sconto und Möbel Mahler sowie verschiedene Onlineangebote. Insgesamt betreibt die Gruppe rund 75 Standorte und beschäftigt etwa 10.000 Menschen.
HÖFFNER Bremen: Öffnungszeiten und Adresse
Das neue Möbelhaus befindet sich unmittelbar am Weserpark in Bremen-Osterholz.
Möbel HÖFFNER Bremen
Julius-Faucher-Straße 2
Bremen-Osterholz
Die regulären Öffnungszeiten nach der Eröffnungsphase sind:
- Montag bis Samstag: 10:00 bis 19:00 Uhr
- Sonntag: geschlossen
Fazit: Neuer großer Möbelstandort für Bremen
Mit der Neueröffnung von Möbel HÖFFNER erhält Bremen nach mehr als 20 Jahren Planung einen neuen großen Möbelstandort. Rund 33.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, mehr als 160 Ausstellungsküchen und knapp 200 Beschäftigte machen das Haus zu einem der bedeutendsten Einrichtungshäuser der Region.
Gleichzeitig steht der Neubau exemplarisch für den aktuellen Kurs von HÖFFNER: Die klassischen Großflächen bleiben bestehen, sollen künftig jedoch kompakter, stärker nachfrageorientiert und mit schneller verfügbaren Sortimenten betrieben werden.
Für Euch bedeutet die Neueröffnung vor allem eine weitere große Anlaufstelle für Möbel, Küchen und Wohnaccessoires im Bremer Osten – direkt am etablierten Einkaufsstandort Weserpark.