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Fake-Shops im Visier: Verbraucherschützer fordern schnellere Sperrungen
Verbraucherschützer wollen Fake-Shops schneller abschalten. Geplante Massnahmen sollen Online-Käufer künftig besser vor Betrug im Internet schützen.
Fake-Shops im Visier: Verbraucherschützer wollen betrügerische Online-Shops schneller abschalten
Wer online einkauft, sollte besonders aufmerksam sein. Immer wieder locken betrügerische Fake-Shops mit vermeintlichen Schnäppchen, die am Ende nie geliefert werden. Um Verbraucherinnen und Verbraucher künftig besser zu schützen, sollen solche Webseiten in Deutschland schneller vom Netz genommen werden können.
Darauf haben sich die Verbraucherschutzministerinnen und Verbraucherschutzminister der Länder im Rahmen der 22. Verbraucherschutzministerkonferenz in Potsdam verständigt. Ein gemeinsamer Antrag mehrerer Bundesländer wurde einstimmig beschlossen.
Fake-Shops sollen schneller gesperrt werden
Ziel ist es, betrügerische Online-Shops künftig deutlich schneller zu identifizieren und zu entfernen. Aktuell sind bei solchen Fällen zahlreiche Behörden und Institutionen beteiligt. Dazu gehören unter anderem die Bundesnetzagentur, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie verschiedene Ressorts aus den Bereichen Justiz, Inneres und Verbraucherschutz.
Nach Ansicht der Länder führt diese Vielzahl an Zuständigkeiten häufig dazu, dass die Abschaltung von Fake-Shops zu lange dauert. Währenddessen können weitere Verbraucherinnen und Verbraucher auf die betrügerischen Angebote hereinfallen.
Nationaler Aktionsplan geplant
Um die Verfahren zu beschleunigen, soll der Bund einen nationalen Aktionsplan entwickeln und die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen verbessern.
Zudem soll geprüft werden, ob betrügerische Internetseiten mit einer .de-Domain künftig schneller gesperrt werden können. Als mögliches Vorbild gilt ein Verfahren aus Belgien, das eine zügigere Abschaltung verdächtiger Webseiten ermöglicht.
Weniger Werbung für betrügerische Shops
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Werbung für Fake-Shops. Künftig soll es einfacher werden, betrügerische Anzeigen und Werbeanzeigen in Suchmaschinen sowie auf Social-Media-Plattformen entfernen zu lassen.
Gerade über bezahlte Werbeanzeigen gelangen viele Nutzerinnen und Nutzer auf gefälschte Online-Shops. Die Verbraucherschützer sehen hier deshalb zusätzlichen Handlungsbedarf.
So könnt Ihr Euch vor Fake-Shops schützen
Bis neue Regelungen umgesetzt werden, bleibt Vorsicht beim Online-Einkauf wichtig. Vor einer Bestellung solltet Ihr unbekannte Shops genau prüfen und auf folgende Warnsignale achten:
- unrealistisch günstige Preise
- fehlendes oder unvollständiges Impressum
- ausschliesslich Vorkasse als Zahlungsmethode
- auffällige Rechtschreib- oder Übersetzungsfehler
- fehlende Bewertungen oder Kundenmeinungen
Hilfreich kann zudem der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen sein. Dieses Online-Tool überprüft Webseiten auf mögliche Betrugsmerkmale und erkennt nach Angaben der Verbraucherzentralen jeden Monat zahlreiche neue Fake-Shops.
Zusammengefasst
Gerade für alle, die regelmässig online einkaufen, könnten schnellere Sperrungen von Fake-Shops künftig für mehr Sicherheit sorgen. Bis entsprechende Massnahmen umgesetzt werden, lohnt es sich jedoch weiterhin, bei unbekannten Online-Shops genau hinzuschauen und Angebote kritisch zu prüfen. Besonders bei vermeintlichen Schnäppchen gilt: Lieber einmal mehr kontrollieren als auf einen Betrug hereinzufallen.
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