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Neustart für drei Standorte: Wohnorama übernimmt „pack zu“ und Möbel Pagnia
Wohnorama, übernimmt nach der Insolvenz die ehemaligen Standorte der „pack zu“-Möbelmitnahmemärkte in Altenkirchen und Betzdorf sowie das Einrichtungshaus Möbel Pagnia in Betzdorf
Bayerischer Investor sichert Zukunft von Möbel Pagnia und „pack zu“
Ein Investor aus Bayern übernimmt die angeschlagene Pagnia-Gruppe und führt sowohl Möbel Pagnia als auch die drei „pack zu“-Filialen weiter. Für die rund 100 Beschäftigten in Betzdorf und Altenkirchen in Rheinland-Pfalz sowie in Limburg/Ahlbach in Hessen ist das die wichtigste Nachricht: Ihre Arbeitsplätze bleiben erhalten.
Die Pagnia-Unternehmensgruppe hat nach wirtschaftlich schwierigen Monaten eine neue Perspektive. Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 übernimmt die Wohnorama Möbel Kuch GmbH aus Gaimersheim in Bayern das Einrichtungshaus Möbel Pagnia in Betzdorf in Rheinland-Pfalz sowie die „pack zu“-Märkte in Altenkirchen und Betzdorf in Rheinland-Pfalz sowie Limburg/Ahlbach in Hessen.
Damit ist für die betroffenen Standorte in Rheinland-Pfalz und Hessen eine Nachfolgelösung gefunden, die den Geschäftsbetrieb dauerhaft sichern soll. Nach Angaben aus dem Umfeld des Insolvenzverfahrens reagierte die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung erleichtert auf die Nachricht.
Insolvenzverfahren war im April eröffnet worden
Die Pagnia-Gruppe war zuvor wirtschaftlich unter Druck geraten. Im April wurde das Insolvenzverfahren für die Unternehmensgruppe eröffnet. Betroffen waren neben dem Stammhaus Möbel Pagnia in Betzdorf in Rheinland-Pfalz auch die drei Möbelmitnahmemärkte „pack zu“ in Altenkirchen und Betzdorf in Rheinland-Pfalz sowie Limburg/Ahlbach in Hessen.
Während des laufenden Verfahrens gelang es dem vorläufigen Insolvenzverwalter Markus Rödder, den Betrieb fortzuführen. Unter anderem durch einen Sonder- beziehungsweise Räumungsverkauf, einen sogenannten Cash-Flow-Sale, konnte die Zahlungsfähigkeit stabilisiert werden. Parallel wurde intensiv nach Investoren gesucht.
Wohnorama erhält Zuschlag
Bei der Suche nach einem Käufer gab es mehrere Interessenten. Den Zuschlag erhielt schließlich die Wohnorama Möbel Kuch GmbH. Das familiengeführte Unternehmen aus Gaimersheim in Bayern ist seit mehr als drei Jahrzehnten im Möbel- und Küchenhandel aktiv, betreibt mehrere Standorte und ist zusätzlich im bundesweiten Onlinehandel vertreten.
Wohnorama will bewährte Bestandteile des bisherigen Pagnia-Konzepts erhalten und die Standorte in Rheinland-Pfalz und Hessen zugleich weiterentwickeln. Kundinnen und Kunden sollen künftig von einer größeren Auswahl, günstigeren Preisen und einem erweiterten Serviceangebot profitieren. Besonders das Küchensortiment soll ausgebaut werden.
Klares Bekenntnis zum stationären Möbelhandel
Theo Kuch, Inhaber von Wohnorama, sieht die Übernahme als langfristige Investition in die übernommenen Standorte in Rheinland-Pfalz und Hessen. Diese sollen schrittweise in das Unternehmenskonzept integriert und strategisch weiterentwickelt werden.
„Für uns ist diese Übernahme ein klares Bekenntnis zum stationären Möbelhandel. Wir investieren in gewachsene Standorte, engagierte Mitarbeiter und die Nähe zu unseren Kunden“, erklärt Kuch. Gemeinsam mit den Teams vor Ort wolle man die Häuser Schritt für Schritt zukunftsfähig aufstellen.
Zusammenarbeit mehrerer Beteiligter
Der Übernahmeprozess kam durch das Zusammenspiel mehrerer Parteien zustande. Neben der Insolvenzverwaltung waren auch finanzierende Banken, die beteiligten Unternehmen sowie der Alliance-Verband eingebunden. Sowohl die ehemaligen Pagnia-Standorte in Rheinland-Pfalz und Hessen als auch Wohnorama gehören diesem Verband an.
In den kommenden Monaten steht nun die Integration der Standorte in Rheinland-Pfalz und Hessen in die Wohnorama-Gruppe im Mittelpunkt. Ziel ist es, die regionale Stärke der Häuser auszubauen und sie langfristig als verlässliche Anlaufstellen für Möbel- und Küchenkundschaft in den jeweiligen Regionen zu positionieren.
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