Fensterpreise 2026 im Überblick: Was neue Fenster wirklich kosten – und welche Fehler beim Kauf richtig teuer werden können.

Fensterpreise 2026: Was neue Fenster wirklich kosten – und welche Fehler richtig teuer werden

Neue Fenster kosten 2026 zwischen 500 und 2.450 Euro je Fenster – inklusive fachgerechtem Einbau. Kunststofffenster mit Dreifachverglasung starten bei 650 Euro, Holz-Alu-Fenster liegen ab 1.200 Euro. Der Preis allein entscheidet aber nicht über den Erfolg einer Fenstersanierung.

Wer den BAFA-Förderzuschuss von 15 bis 20 Prozent verpasst, weil er den Antrag zu spät stellt, oder wer den Einbau einem Betrieb ohne RAL-Zertifizierung überlässt, riskiert Schimmelschäden im Wert von bis zu 15.000 Euro. Dieser Ratgeber zeigt, welche Preise 2026 realistisch sind, wo sich Qualität auszahlt und welche sieben Fehler beim Fensterkauf besonders teuer werden.

Was kostet ein Fenster 2026?

Die Gesamtkosten setzen sich grob zusammen aus:

  • ca. 70 % Material
  • ca. 30 % Einbau

Als Orientierung (typisch für ein Standardfenster ca. 1,3 × 1,3 m):

Preisrahmen pro Fenster (inkl. Einbau)

Die Gesamtkosten setzen sich grob zusammen aus:

  • Kunststoff (2-fach): ca. 500 bis 650 EUR
  • Kunststoff (3-fach, BAFA-fähig): ca. 650–850 EUR
  • Holz (3-fach): ca. 560 bis 1.070 EUR
  • Aluminium (3-fach): ca. 900–1.300 EUR
  • Holz-Alu (3-fach): ca. 1.200–1.800 EUR
  • Passivhausfenster (Uw ≤ 0,7 W/(m²K)): ca. 1.500–2.450 EUR

Hinweis Holz: Die Lebensdauer ist nur mit Pflege realistisch (Lackieren etwa alle 5–7 Jahre).

Was kostet eine komplette Fenstersanierung im Einfamilienhaus?

Wenn ihr 12 bis 15 Fenster in einem Einfamilienhaus auf einmal erneuert, liegen typische Gesamtkosten (inkl. Einbau nach RAL, Demontage & Entsorgung) ungefähr bei:

Beispiel: 12 Fenster (EFH)

  • Kunststoff 3-fach: 9.000–12.000 EUR

    • mit 15 % BAFA: 7.650–10.200 EUR
    • mit 20 % BAFA (iSFP): 7.200–9.600 EUR
  • Holz 3-fach: 12.000–15.000 EUR

    • mit 15 % BAFA: 10.200–12.750 EUR
    • mit 20 % BAFA (iSFP): 9.600–12.000 EUR
  • Holz-Alu 3-fach: 15.900–19.000 EUR

    • mit 15 % BAFA: 13.515–16.150 EUR
    • mit 20 % BAFA (iSFP): 12.720–15.200 EUR

Altbau-Zusatzkosten: Häufig kommen Arbeiten an der Laibung dazu (Putz ausbessern, Dämmung anpassen, Fensterbank). Rechnet dafür ca. 80–300 EUR pro Öffnung ein.

Kunststoff, Holz oder Aluminium: Welches Material passt zu euch?

Die Wahl des richtigen Fenstermaterials ist deutlich mehr als nur eine Preisentscheidung. Sie beeinflusst, wie viel Pflege eure Fenster benötigen, wie gut sie dämmen, wie langlebig sie sind und welchen optischen Eindruck euer Zuhause bekommt. Auch Themen wie Einbruchschutz oder Wartungsaufwand hängen stark vom gewählten Rahmenmaterial ab.

Kunststofffenster (PVC) gelten heute als besonders wirtschaftliche Lösung und werden deshalb am häufigsten verbaut. Sie bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, benötigen kaum Pflege und erreichen mit moderner Dreifachverglasung sehr gute Dämmwerte. Gerade bei Sanierungen oder klassischen Einfamilienhäusern sind sie deshalb oft die pragmatischste Wahl. Mehr als die Hälfte aller Fenstereinbauten in Deutschland entfällt auf Kunststoff – aus gutem Grund. Moderne PVC-Fenster (z.B. https://oknoplast.de/kunststofffenster/) halten 40 bis 50 Jahre, benötigen kaum Pflege

Holzfenster sprechen vor allem diejenigen an, die Wert auf eine natürliche Optik und ein traditionelles Wohngefühl legen. Sie passen gut zu älteren Gebäuden oder denkmalgeschützten Häusern. Allerdings benötigen sie regelmäßige Pflege, etwa durch Streichen oder Lackieren, damit sie dauerhaft witterungsbeständig bleiben.

Aluminiumfenster sind extrem stabil und kommen häufig dort zum Einsatz, wo große Glasflächen oder besonders schlanke Rahmen gefragt sind. Im privaten Wohnbau sind sie meist eine bewusste Designentscheidung. Wichtig ist hier eine hochwertige thermische Trennung, da Aluminium ohne entsprechende Technik geringere Dämmwerte erreichen kann.

Eine Kombination aus beiden Welten bieten Holz-Alu-Fenster: innen die warme Holzoptik, außen eine robuste Aluminiumschale, die praktisch wartungsfrei ist. Diese Variante erzielt sehr gute Dämmwerte und eine lange Lebensdauer, liegt preislich aber im oberen Segment.

Als moderne Mischlösung gelten Kunststoff-Alu-Fenster. Sie verbinden den pflegeleichten Kunststoffkern mit einer widerstandsfähigen Aluminium-Außenseite und bieten damit eine zeitgemäße Optik bei gleichzeitig guter Energieeffizienz.

Welche Lösung für euch die richtige ist, hängt letztlich davon ab, ob der Fokus stärker auf Wirtschaftlichkeit, Gestaltung, Wartungsarmut oder maximaler Lebensdauer liegen soll.

Zweifach oder Dreifachverglasung: Was ist 2026 sinnvoll?

Dreifachverglasung ist 2026 in vielen Fällen der sinnvollste Standard – vor allem, wenn ihr Förderung wollt.

Was ihr wissen müsst:

  • Zweifachverglasung kann die Mindestanforderungen erfüllen, ist aber meist nicht BAFA-fähig.
  • Dreifachverglasung kostet meist +150 bis +200 € pro Fenster mehr, kann sich aber durch Heizkostenersparnis in ca. 5–7 Jahren amortisieren.
  • Passivhausverglasung ist noch effizienter, aber teurer.

Warm-Edge-Abstandhalter: Kleines Teil, große Wirkung

Der Warm-Edge-Abstandhalter gehört zu den meist unterschätzten Details moderner Fenster – obwohl er entscheidenden Einfluss auf die tatsächliche Dämmleistung hat. Zwischen den Scheiben einer Dreifachverglasung sitzt dieser unscheinbare Bauteil, der maßgeblich bestimmt, wie gut das Fenster den Wärmeverlust am Glasrand verhindert. Wird hier ein klassischer Abstandhalter aus Aluminium eingesetzt, leitet das Material Kälte direkt nach innen weiter. Gerade im Winter kann dadurch die Temperatur am Scheibenrand stark abfallen, sodass sich dort Kondenswasser bildet. In Verbindung mit einem mangelhaften Einbau steigt sogar das Risiko für Feuchtigkeitsschäden oder Schimmel in der Fensterlaibung. Warm-Edge-Abstandhalter aus Kunststoff oder Edelstahl reduzieren diese Wärmebrücke deutlich und tragen dazu bei, stabile Oberflächentemperaturen zu halten. Systeme wie etwa moderne thermisch optimierte Abstandhalter ermöglichen dadurch sehr niedrige Uw-Werte und sind ein zentraler Baustein energieeffizienter Fensterkonstruktionen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Anforderungen von Gebäudeenergiegesetz (GEG) und staatlicher Förderung klar zu unterscheiden. Das GEG erlaubt bei neuen Fenstern einen Uw-Wert von bis zu 1,3 W/(m²K), womit auch einfachere Konstruktionen noch zulässig sind. Für eine Förderung durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BAFA, BEG EM) gelten jedoch deutlich strengere Maßstäbe: Hier werden nur Fenster mit einem Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) anerkannt. Diese Werte lassen sich in der Praxis nur mit Dreifachverglasung und thermisch verbesserten Abstandhaltern erreichen. Wer stattdessen auf Zweifachverglasung oder weniger leistungsfähige Systeme setzt und dennoch Fördermittel beantragt, riskiert eine Ablehnung und damit den Verlust eines erheblichen Zuschusses.

Ein Fenstertausch lohnt sich vor allem bei älteren Gebäuden energetisch besonders stark. Fenster aus den 1970er-Jahren erreichen häufig Uw-Werte zwischen 3,0 und 5,0 W/(m²K) und zählen damit zu den größten Schwachstellen der Gebäudehülle. Moderne Dreifachverglasungen mit Uw-Werten um 0,9 W/(m²K) können den Wärmeverlust über die Fensterfläche um rund 70 Prozent reduzieren. Für ein typisches Einfamilienhaus mit etwa 25 Quadratmetern Fensterfläche bedeutet das eine jährliche Heizkostenersparnis von ungefähr 400 bis 600 Euro – ein Effekt, der sich über die Lebensdauer der Fenster deutlich summiert und zusätzlich den Wohnkomfort spürbar verbessert.

Der Abstandhalter sitzt zwischen den Scheiben – und entscheidet mit über:

  • Kondenswasser am Glasrand
  • Schimmelrisiko in der Laibung
  • den tatsächlich erreichbaren Uw-Wert

Wichtig

Ein Aluminium-Abstandhalter leitet Kälte stark weiter → Glasrand wird kälter → Kondenswasser wird wahrscheinlicher.
Ein Warm-Edge-Abstandhalter (Kunststoff/Edelstahl) reduziert diesen Effekt deutlich.

BAFA-Förderung 2026: Wie viel Zuschuss bekommt ihr für neue Fenster?

OKNOPLAST unterstützt Kunden aktiv bei der BAFA-Förderung durch einen Fördermittelservice mit Dena-zertifizierten Energieberatern aus der Expertenliste.

Der Austausch alter Fenster wird auch 2026 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) unterstützt. Voraussetzung ist, dass eure neuen Fenster einen Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) erreichen und der Einbau durch einen qualifizierten Fachbetrieb erfolgt.

Im Regelfall beträgt der Zuschuss 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Liegen die Gesamtkosten beispielsweise bei 30.000 Euro, sind bis zu 4.500 Euro Förderung möglich. Wenn zusätzlich ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) eines zertifizierten Energieberaters vorliegt, erhöht sich der Fördersatz auf 20 Prozent. Bei größeren Maßnahmen mit förderfähigen Kosten von bis zu 60.000 Euro kann der Zuschuss damit auf bis zu 12.000 Euro steigen.

Alternativ besteht die Möglichkeit, statt der BAFA-Förderung den Steuerbonus nach § 35c EStG zu nutzen. Hier können 20 Prozent der Kosten über drei Jahre steuerlich geltend gemacht werden (bis maximal 40.000 Euro). Wichtig: Diese steuerliche Förderung ist nicht mit der BAFA-Förderung kombinierbar, und das Gebäude muss mindestens zehn Jahre alt sein.

Entscheidend für die Förderung ist der richtige Ablauf. Der Antrag muss zwingend vor der Beauftragung des Fachbetriebs gestellt werden. Wer zuerst unterschreibt und erst danach den Antrag einreicht, verliert den Anspruch auf Zuschuss. Nach Antragstellung prüft das BAFA die Unterlagen und erteilt eine vorläufige Förderzusage. Erst dann sollte der Auftrag vergeben werden. Nach Abschluss der Arbeiten reicht ihr die erforderlichen Nachweise – inklusive Fachunternehmerbestätigung und technischer Daten – ein. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Wochen nach erfolgreicher Prüfung.

Wer den Fördersatz von 20 Prozent nutzen möchte, sollte frühzeitig einen Dena-zertifizierten Energieberater einbinden. Die Kosten für den Sanierungsfahrplan sind teilweise selbst wieder förderfähig und können sich durch den höheren Zuschuss schnell rechnen.

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