Mehr Nachfrage, höhere Umsätze: Biolebensmittel verzeichnen 2025 kräftiges Wachstum

Umsatz mit Biolebensmitteln 2025 deutlich gestiegen

Der Markt für Biolebensmittel in Deutschland wächst weiter kräftig. Nach aktuellen Einschätzungen des Deutschen Bauernverbands und weiterer Studien dürfte der Umsatz mit Bio-Produkten im Jahr 2025 deutlich über 18 Milliarden Euro liegen. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, nachdem die Branche das Inflationsjahr 2022 inzwischen klar hinter sich gelassen hat.

Starkes Wachstum nach schwierigen Jahren

Für das Jahr 2025 wird ein Umsatzwachstum von rund acht bis zehn Prozent erwartet. Bereits 2024 hatte der Bio-Markt mit einem Umsatz von rund 17 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Der damalige Zuwachs von 5,7 Prozent zeigte bereits, dass sich die Nachfrage wieder stabilisiert hat.

Mit der nachlassenden Inflation greifen viele von Euch wieder häufiger zu Bio-Produkten. Die frühere Kaufzurückhaltung gilt damit als überwunden – auch wenn ein grundsätzlich stärkeres Nachhaltigkeitsbewusstsein nicht eindeutig nachweisbar ist.

Bio-Eigenmarken treiben das Wachstum

Ein wesentlicher Wachstumstreiber sind weiterhin die Bio-Eigenmarken der Handelsketten. Diese haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen:

  • Der Marktanteil von Bio-Eigenmarken liegt bei rund 47 Prozent
  • Besonders stark nachgefragt sind Mehl, Öl und Milchprodukte
  • Discounter liegen beim Bio-Absatz knapp vor klassischen Supermärkten

Durch attraktive Preise und eine breite Verfügbarkeit sind Bio-Produkte heute für deutlich mehr Haushalte erschwinglich als noch vor einigen Jahren.

Wo Ihr Bio-Produkte kauft

Der Großteil der Bio-Umsätze entfällt auf den klassischen Lebensmitteleinzelhandel. Dabei zeigt sich eine klare Verteilung:

  • Discounter und Supermärkte dominieren den Absatz
  • Drogeriemärkte verzeichnen seit 2021 prozentual die stärksten Zuwächse
  • Der Naturkostfachhandel zählt nach längerer Schwächephase wieder zu den Gewinnern
  • Nur etwa jeder zehnte Euro wird in reinen Biomärkten ausgegeben

Gerade Drogerien und große Handelsketten haben ihr Bio-Sortiment deutlich ausgeweitet und erreichen damit neue Zielgruppen.

Nachfrage wächst schneller als die Produktion

Während die Nachfrage nach Biolebensmitteln kräftig steigt, entwickelt sich die heimische Bioproduktion weiterhin nur langsam. Aktuell werden rund 11,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ökologisch bewirtschaftet – kaum mehr als im Vorjahr.

Die Umstellungsbereitschaft vieler Betriebe bleibt gering. Fachleute warnen deshalb davor, dass die steigende Nachfrage künftig zunehmend durch Importe gedeckt werden könnte. Das politische Ziel, bis 2030 einen Bio-Anteil von 30 Prozent der Agrarfläche zu erreichen, ist damit weiterhin weit entfernt.

Bio gewinnt Marktanteile – mit klaren Grenzen

Der Anteil von Bio-Produkten am gesamten Lebensmittelumsatz dürfte 2025 bei knapp sieben Prozent liegen. Damit wächst der Bio-Sektor deutlich stärker als der Lebensmittelmarkt insgesamt.

Gleichzeitig zeigt sich, dass der Bio-Boom weniger von Idealismus als vielmehr von Eigenmarken, attraktiven Preisen und besserer Verfügbarkeit getragen wird.

Fazit: Bio bleibt ein zentraler Wachstumstreiber

Der Umsatz mit Biolebensmitteln erreicht 2025 neue Höchststände. Bio-Produkte sind längst im Alltag vieler von Euch angekommen und spielen eine immer größere Rolle im Handel.

Der Lebensmitteleinzelhandel profitiert von der starken Nachfrage, während die Landwirtschaft vor der Herausforderung steht, mit diesem Wachstum Schritt zu halten. Klar ist: Der Bio-Markt wächst weiter – wirtschaftlich, strukturell und strategisch.

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