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Sonntags erledigen, was während der Woche liegen bleibt
Wenn Geschäfte, Ämter und Praxen sonntags geschlossen sind, können digitale Dienste den Alltag entlasten. Der Überblick zeigt, was online möglich ist und wie Ihr das Wochenende besser plant.
Sonntags erledigen, was während der Woche liegen bleibt: Wie digitale Anbieter das Wochenende entlasten
Sonntags ist in Deutschland Ruhetag, so besagt es das Grundgesetz. Für viele Beschäftigte ist der Sonntag der einzige Moment, um liegengebliebene Erledigungen nachzuholen. Geschlossene Geschäfte, Schalterzeiten und kaum Ansprechpartner in Behörden oder Praxen sind dabei mehr denn je eine Herausforderung. Gleichzeitig haben sich in den vergangenen Jahren digitale Dienstleistungen etabliert, die diese Lücke zu füllen vermögen. Vom Online-Einkauf über Terminvereinbarungen bis hin zu telemedizinischen Sprechstunden kann vieles mittlerweile bequem vom Sofa aus erledigt werden.
Sonntags in Deutschland: Was hat geöffnet, was nicht?
Das Ladenschlussgesetz und die darauf basierenden Ladenöffnungsgesetze der Bundesländer regeln, wann Geschäfte öffnen dürfen. An Sonn- und Feiertagen gilt grundsätzlich ein Öffnungsverbot mit Ausnahme von Tankstellen, Bahnhofs- und Flughafenshops sowie Betrieben an touristischen Orten. Verkaufsoffene Sonntage werden von Kommunen freigegeben und dürfen pro Jahr nur in begrenzter Anzahl stattfinden, in vielen Bundesländern höchstens viermal.
Durch die Schließungen am Wochenende sind neben den Geschäften auch viele Ämter, Postdienste und Arztpraxen geschlossen. Wer sich am Wochenende mit Lebensmitteln versorgen möchte, findet in einigen Städten Angebote in Bahnhofsmärkten oder bei Lieferdiensten mit Sonntagszustellung. Für den „normalen“ Wocheneinkauf bleibt der Samstag der praktikabelste Einkaufstag.
Digitale Angebote für den Sonntag
Wo Geschäfte und Ämter geschlossen sind, verlagert sich vieles ins Netz. Online-Shops nehmen 24 Stunden am Tag Bestellungen entgegen, Bank- und Versicherungsangelegenheiten lassen sich per App regeln und in Behördenportalen stehen Formulare zum Herunterladen bereit.
Auch im Gesundheitswesen geht es am Sonntag digital weiter. Telemedizinische Plattformen ermöglichen am Sonntag Videosprechstunden, stellen Rezepte digital aus und versenden sie an Partnerapotheken. Ein Beispiel ist hier die medizinische Cannabistherapie, bei der Patientinnen und Patienten über Anbieter ihr Cannabis Rezept online erhalten können. Das ersetzt natürlich nicht den Hausarztbesuch, deckt aber Zeitfenster ab, in denen keine klassische Praxis geöffnet hat.
Gesundheit und Beratung: Was am Wochenende möglich ist
Neben der Telemedizin haben sich auch andere digitale Gesundheitsangebote etabliert. Apothekennotdienste sind über die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände sonntags erreichbar, außerdem gibt es Versandapotheken mit Zulassung nach dem Arzneimittelgesetz.
Die elektronische Patientenakte, die 2025 flächendeckend ausgerollt wird, erlaubt den Zugriff auf Befunde und Verordnungen unabhängig von Öffnungszeiten. Digitale Gesundheitsanwendungen, auch DiGA genannt, sind vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zertifiziert und können ärztlich verordnet werden.
Bei psychologischen Problemen gibt es auch die Telefonseelsorge und zunehmend Online-Chatberatungen. All diese Angebote unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben, etwa zur Aufklärungspflicht, zur Dokumentation und zur Datenverarbeitung nach DSGVO.
Wochenenden planen statt verplanen
Wenn Ihr Euren Sonntag entlasten möchtet, könnt Ihr Aufgaben bereits unter der Woche vorbereiten. Digitale Einkaufslisten, ein geteiltes Haushaltskalender-System und automatische Zahlungen machen es leichter, den Aufwand am Wochenende klein zu halten.
Wenn Ihr spontan etwas braucht, solltet Ihr Euch einen Überblick verschaffen, welche Dienste am Sonntag geöffnet sind: Lieferdienste für Lebensmittel, Kurierdienste in größeren Städten, digitale Werkstattterminbuchungen, Streaming- und Buchungsplattformen für Freizeitaktivitäten am Wochenende.
Familien nutzen den Sonntag gerne für gemeinsame Unternehmungen, etwa Museumsbesuche oder Ausflüge in Freizeitparks, deren Tickets sich ebenfalls online reservieren lassen. Eine Trennung zwischen Erledigungen und Erholung hilft, den Sonntag nicht als Arbeitstag zu empfinden, sondern als sinnvolle Ergänzung zur Woche. Wenn Ihr zudem feste Zeitfenster für digitale Termine einrichtet, etwa den Vormittag für alles Behördliche und den Nachmittag für alles Freizeitliche, geratet Ihr nicht in Gefahr, den freien Tag zur Erholungsphase umzufunktionieren.
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